Lange habe ich Akquise wie das Wetter behandelt. Mal kam was rein, mal Funkstille. Wenn die Pipeline leer war, drehte ich panisch hoch. War sie voll, vergaß ich sie komplett. Das Resultat: Umsatz im Zickzack und ständig dieses flaue Gefühl im Bauch.
Dann hatte ich eine Woche mit zwölf Erstgesprächen. Nicht durch ein virales Posting, nicht durch Glück. Durch ein langweiliges System, das ich vorher monatelang vor mir hergeschoben hatte.
Die Lektion war: Akquise scheitert selten am Können. Sie scheitert an der Konsequenz. Ich hatte gute Gespräche, wenn ich sie führte. Ich führte sie nur zu selten und zu unregelmäßig.
Was die Woche möglich machte, waren drei Dinge. Erstens eine kleine Liste von 40 Menschen, die in meine Zielgruppe passten, statt vager „Ich poste mal und schaue“. Zweitens eine einzige, persönliche Nachricht, kein Massentext, sondern ein echter Bezug zu der Person. Drittens die Hartnäckigkeit, das jeden Tag zu tun, nicht nur am Montag mit Motivation.
Den mühsamen Teil hat KI übernommen. Sie hat mir geholfen, zu jeder Person aus öffentlich Sichtbarem einen echten Aufhänger zu finden, hat Entwürfe vorbereitet, die ich nur noch anpassen musste, und Antworten sortiert, damit ich keine vergaß. Aus drei Stunden Recherche wurden 40 Minuten. Die menschliche Note blieb meine.
Kleine Schwäche, die ich zugebe: Ich war anfangs überzeugt, das sei zu unpersönlich und billig. Genau das Gegenteil trat ein. Weil die Vorarbeit erledigt war, hatte ich Kopf frei für echte, gute Nachrichten.
Zwölf Gespräche sind kein Wunder. Sie sind ein System, das jeden Tag läuft, auch an den Tagen ohne Lust.


