Im Januar hatte ich null Erstgespräche. Im Februar acht. Geändert hat sich nicht mein Angebot und nicht mein Preis. Geändert hat sich, wer die Akquise gemacht hat.
Vorher lief es so: Ich nahm mir vor, jeden Tag fünf passende Kontakte anzuschreiben. An guten Tagen schaffte ich drei. An schlechten null, weil ein Kundentermin dazwischenkam. Über einen Monat ergab das vielleicht 40 Nachrichten, halbherzig formuliert, alle gleich.
Dann habe ich den Prozess zerlegt und die Routine an KI abgegeben:
Recherche: Statt jeden Kontakt einzeln zu googeln, ließ ich passende Profile nach klaren Kriterien vorsortieren. Zeitersparnis pro Kontakt von etwa 6 Minuten auf unter 1.
Erstentwurf: Für jeden Kontakt einen personalisierten Aufhänger, basierend auf einer echten Information, nicht auf Textbausteinen. Ich habe danach jede Nachricht selbst gelesen und angepasst.
Nachfassen: Eine Erinnerung nach vier Tagen, ein zweiter Anlauf nach neun. Das ist der Schritt, den ich vorher fast immer vergessen habe.
Die Zahlen über vier Wochen: 112 verschickte Nachrichten, 19 Antworten, 8 echte Gespräche. Eine Antwortquote von 17 Prozent. Vorher lag ich bei unter 5.
Das Entscheidende ist nicht die Menge. 112 statt 40 Nachrichten klingt nach mehr Arbeit, war aber weniger. Die KI hat die mechanischen Teile übernommen, die Personalisierung und das dranbleiben. Ich habe die Entscheidungen getroffen, wer passt und was ich sage.
Akquise war für mich immer das Erste, was liegen blieb, wenn es stressig wurde. Jetzt läuft sie weiter, auch in vollen Wochen. Genau das macht den Unterschied.


